29.05.—01.06.2014 Neckarsteig Teil 2.
Von Neukirchen nach Bad Wimpfen
Nachdem die Wanderfreunde „Grenzenlos“ im Heimatverein Mastholte im Herbst des vergangenen Jahres die nordwestliche Hälfte des Neckarsteigs erwandert haben, sind sie nun im Frühjahr die südliche Hälfte dieses interessanten und abwechslungsreichen Wanderweg gegangen. Anders als im Herbst hatten die Wanderer jetzt während der vier Tage ideales Wetter zum Aufenthalt in der freien Natur. Start der Tour war in Neunkirchen, der Endstation der Herbstwanderung. Geführt wurde die Wandergruppe von einem der Ranger im Geo-Naturpark Bergstraße- Odenwald, der immer wieder mit seinem Wissen über Landschaft und Kulturgeschichte, Erdgeschichte und Pflanzenkunde seine Zuhörer überzeugte. Die Ranger sind Praktiker der Umweltbildung und ihr Schwerpunkt ist, den Kindern spielerisch die Geheimnisse der Natur näher zu bringen. Die zweite Etappe führte von Neckargerach nach Mosbach durch die Margarethenschlucht. In der etwa 300 Meter langen Schlucht fällt der Flursbach in acht Stufen insgesamt 110 Meter. Damit ist in der Margarethenschlucht einer der höchsten Wasserfälle Deutschlands. Die Wanderroute geht durch und über den Bach, am Bach entlang und wird hier zum alpinen Klettersteig, der durch Seile gesichert ist.
Wanderfreunde Grenzenlos nochmals auf dem Neckarsteig
Unterwegs sind an einschlägigen Stellen Informationstafeln zur Geschichte der Erde und Sandsteinmusterungen angebracht, die der Ranger mit seinen mitgebrachten Utensilien interessant und unterhaltsam erweitern konnte. Nach diesem anstrengenden Abschnitt gab es ein herzhaftes Mittagessen auf einer Bio-Putenfarm. Am Nachmittag hatten die Wanderer die Wahl zwischen Kanufahrt auf dem Neckar und traditionellem Bogenschießen beim Indianer. Danach folgte der Indianer-Abend im Indianerdorf mit Essen und Indianer-Riten am Feuer im Indianer-Tipi. Nach der Etappe von Mosbach nach Gundelsheim und dem Besuch einer Besenwirtschaft stand eine Stadtführung in Bad Wimpfen auf dem Programm - unter dem Motto „Living History“ (gelebte Geschichte). Es gibt Stadtführungen als reine Informationsveranstaltungen und es gibt Stadtführungen zu bestimmten Themen mit den entsprechenden Figuren, Nachtwächter usw. Diese Stadtführung wurde auch von einer mittelalterlichen Figur geführt. Dazu erschienen jedoch zusätzlich an entsprechenden Orten weitere historische Personen, die aus ihrem Leben erzählten - fast schon Straßentheater. Die letzte Etappe führte von Bad Wimpfen durch Wiesen, über Felder und durch Wälder zur Burg Guttenberg mit einer Greifvogelschau und dann mit dem Bus zurück nach Ostwestfalen.
Pressemitteilung
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