Wandern an der Ostsee mit Birgit und Klaus Grote vom 13. bis 17. Mai 2015

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Wandern an der Ostsee (Pressebericht) Denkt man an die Ostsee, sieht man Wasser, Strand, Seebrücke, Schiffe usw. Das Wandern verbindet man nicht unbedingt mit diesem europäischen Binnenmeer. Die Wandergruppe Grenzenlos hat just da an vier Tagen wunderschöne und interessante Touren gemacht, geführt von zwei engagierten Wanderführern - einem sachkundigen Ehepaar, das sich gegenseitig prima ergänzte und die Etappen hervorragend vorbereitet hatte. Unterkunft war für die OWLer in Lütten Klein, einem Stadtteil von Rostock, gebucht. In der Nacht zum Mittwoch ist die Gruppe aus Ostwestfalen mit dem Bus nach Mecklenburg-Vorpommern gefahren. Nach einem kräftigen Frühstück in Bad Doberan hat sich das Wanderführer- Ehepaar der Gruppe vorgestellt und sie am ersten Tag auf guten und interessanten Wegen um Bad Doberan geführt: zur Ruine des Zisterzienser-Klosters Althof aus dem 12. Jahrhundert, vorbei an den von den Mönchen angelegten zehn Fischteichen, die heute noch in Betrieb sind, durch Wald und landwirtschaftliche Flächen und das Glashäger Quellental mit seiner vielfältigen Flora. Hier gab es auch zu Mittag eine Rostocker Bratwurst. Gestärkt ging es wieder zur Innenstadt Bad Doberan zurück, mit der Möglichkeit, das Münster zu besichtigen. Die historische Eisenbahn „Molli“ brachte die Wanderer über Heiligendamm - besonders bekannt durch den G8-Gipfel 2007 - nach Kühlungsborn. Von hier war eine Schifffahrt entlang der Ostseeküste nach Warnemünde geplant und gebucht. Leider konnte wegen starker Windverhältnisse das Schiff nicht an der Seebrücke anlegen. Am nächsten Tag ging es bergauf zum 130 Meter hohen Diedrichshagener Berg, die höchste Erhebung der „Kühlung“. Die Kühlung ist ein Höhenzug in Mecklenburg-Vorpommern, südlich von Kühlungsborn. Der Name leitet sich vom Wort „Kuhlen“ her. Diese Landschaft würde man hier so nicht vermuten, eher vielleicht in der Eifel mit Blick auf die Ostsee. Danach gings zur Küste und am Strand entlang Richtung Rerik. Am Ortseingang warteten bei einer Fischräucherei schmackhafte Fischbrötchen auf die hungrigen Wanderer. Ziel der Tagestour war das Salzhaff, südlich der Stadt Rerik, mit artenreichen Salzwiesen und vielen Wasservogelarten. Den Ausklang des zweiten Tages bildete das gemütliche Essen in der ältesten maritimen Gasstätte Rostocks. Für den dritten Tag hatten unsere Führer eine Wanderung auf der Halbinsel Fischland/Darß/Zingst geplant. Vom Prerower Hafen ging die Gruppe zur Seebrücke und von da am Strand entlang
zum Darßer Nothafen und weiter über Holzplankenwege zum Darßer Ort. Diese ist die nördlichste Landzunge der Halbinsel Darß, entstanden durch Sand- und Sedimentablagerungen, die an der Küste der Halbinsel Fischland von der Meeresströmung abgetragen und hier abgelagert wurden und werden. So entsteht auch heute noch neues Land am Darßer Ort. Weiter ging es zum Leuchtturm und durch den Darßwald wieder nach Prerow. Auch diesen Tag haben die Wanderer mit einem Essen ausklingen lassen. Diesmal mit einer typischen Mecklenburger Mahlzeit im Freilichtmuseum Klockenhagen. Am vierten und letzten Wandertag in Mecklenburg-Vorpommern führte die Tour durch das Naturschutzgebiet „Ribnitzer Großes Moor“ zum Seeheilbad Graal-Müritz, dessen Rhododendronpark zur „Rostocker Heide“, die mit einer Gesamtfläche von ca. 6000 ha der größte geschlossene Küstenwald Deutschlands ist. In der Rostocker Heide liegen die Naturschutzgebiete „Radelsee“, „Heiligensee“, „Hütelmoor“ und „Schnadermann“. 827 ha des Gebietes sind Moore und Schilfgebiete. Vom Hafen Moorgraben fuhren die Wandersleut mit einem Heck-Rad-Dampfer nach Warnemünde. Organisiert wurde das Projekt, wie schon seit mehreren Jahren für die Grenzenlosen, von Werner Montag, der auch den nächsten Wanderurlaub im Oktober in den Hainich vorbereitet hat.